
Bittersüßer Gambenklang
Konzert für Orgel und Gambe
Thomas Fritzsch – Viola da gamba
Viola da gamba (siebensaitig) von Matteo Goffriller, Venedig, 1729
Thomasorganist i.R. Ullrich Böhme – Orgel
PROGRAMM
Dieterich Buxtehude
(1637-1707)
Präludium D-Dur BuxWV 139 für Orgel
Violadagamba solo [und Basso continuo d-Moll]
Sonata – [Ciaconna]
Johann Adam Reincken
(1643-1722)
An Wasserflüssen Babylon
Auff 2 Clavier. Et pedal.
(Teil 1)
für Orgel
Georg Philipp Telemann
(1681-1767)
Sonata e-Moll TWV 41:e5
für Viola da gamba und Basso continuo
aus Essercizii musici
Cantabile – Allegro – Recitativo/Arioso – Vivace
Johann Adam Reincken
(1643-1722)
An Wasserflüssen Babylon
(Teil 2)
für Orgel
Carl Friedrich Abel
(1723-1787)
Moderato d-Moll für Viola da gamba solo senza Basso
AbelWV 1:29
aus dem Nachlaß von Thomas Gainsborough
Johann Sebastian Bach
(1685-1750)
Pedal-Exercitium BWV 598
Fuge g-Moll BWV 578 für Orgel
Zum 100. Todestag von Paul de Wit:
Franz Liszt
(1811-1886)
Consolation Nr. 4 Des-Dur
für Viola da gamba und Orgel
Adagio
Bearbeitung von Paul de Wit (1852-1925)
ÜBER THOMAS FRITZSCH
Thomas Fritzsch, „wohl einer der derzeit bedeutendsten Gambisten weltweit“ (Musica Sacra 04/2017), musiziert in den europäischen Konzertsälen ebenso wie auf den Podien der Metropolen New York, Boston, Tokio, Seoul, Abu Dhabi, Dubai, Havanna, Hongkong, Shanghai und Jerusalem. Robert Marshall lobte ihn als den Casals der Gambe. Mit Leidenschaft und brillantem historischem Wissen sucht und entdeckt Thomas Fritzsch verschollene und vergessene Werke der Gambenliteratur, die er stets erstaufführt, ediert und in Weltersteinspielungen vorlegt. Zu seinen spektakulärsten Funden zählen dabei Carl Friedrich Abels 2nd Pembroke Collection und dessen Gambenkonzerte in A-Dur und G-Dur, Abels Ledenburg-Sonaten, Sonaten Johann Christian Bachs und dessen für Abel geschriebener Quartett-Zyklus Opus 8.
Weltweites Aufsehen in der Musikwelt erzielte Thomas Fritzsch 2016 mit der Wiederentdeckung und Erstaufführung der verschollen geglaubten 12 Fantaisies pour la Basse de Violle von Georg Philipp Telemann. Für diese Welt-Ersteinspielung des Jahres wurde Thomas Fritzsch mit dem ECHO KLASSIK 2017 ausgezeichnet. Für die Ersteinspielung einer bislang unbeachteten Komposition Buxtehudes für Viola da gamba und Orgel wurden Thomas Fritzsch und Harald Vogel (Orgel) 2019 mit einem Choc de Classica geehrt.
Mit dem Album The 19th-Century Viol öffnete Thomas Fritzsch als erster Gambist weltweit das Tor zur Solomusik für Gambe im Zeitalter der Romantik. Euphorische Reaktionen rief Thomas Fritzsch mit der Wiederentdeckung und Einspielung des Deutschen Kinder-Liederbuches von Adelheid Wette und Engelbert Humperdinck hervor: „Ich wünsche diesem Kunstwerk eine massenhafte Verbreitung. Es gehört in jeden Haushalt!“ (jpc) Auf seinem jüngsten Album Amadé, mon ami spielte Thomas Fritzsch Gambenmusik von Wolfgang Amadé Mozart & Joseph Fiala als Premiere ein.
Ein exorbitantes Medienecho löste Thomas Fritzsch im Dezember 2021 mit WEIN-KLANG aus: Im Holzfaßkeller der Winzervereinigung Freyburg eG beschallte er vier Monate lang mit Hilfe der Liquid-Sound®-Technik 2700 Liter Grauburgunder mit Telemanns Gambenfantasien. Mit ansteckender Leidenschaft für sein Instrument und dessen Literatur lehrt Thomas Fritzsch in Meisterklassen (u.a. Mozarteum Salzburg, Schola Cantorum Basiliensis, Temple University Philadelphia, Princeton University). Als internationaler Werbeträger für die Musik von Bach und Abel wurde Thomas Fritzsch 2014 zum Kulturbotschafter der Bach-Abel-Stadt Köthen ernannt und 2017 zum Sonderbotschafter des Burgenlandkreises berufen.
ÜBER ULLRICH BÖHME
„Ullrich Böhme ist einer der wirkungsmächtigsten Organisten unserer Zeit. … Die einzigartige Verbindung von menschlicher Demut und künstlerischer Grandezza prägt sein Spiel bis in den letzten Ton. Dieser Organist verschwindet als Person hinter der Musik, in die er gleichermaßen skrupulös wie virtuos eintaucht. Seine Finger, seine Füße suchen nicht nach Effekten, sondern nach Tiefe, nach Substanz, nach Wahrhaftigkeit.“ (8. April 2016, Leipziger Volkszeitung, Peter Korfmacher)
Ullrich Böhme wurde im sächsischen Vogtland geboren. Die wertvolle Barockorgel seines Heimatortes Rothenkirchen, an der er bereits dreizehnjährig den Organistendienst versah, weckte in ihm Begeisterung für die „Königin der Instrumente“. Deshalb studierte er von 1972 bis 1979 an der Kirchenmusikschule Dresden bei Hans Otto und an der Leipziger Hochschule für Musik bei Wolfgang Schetelich.
Im Bachjahr 1985 wurde Ullrich Böhme unter vielen Bewerbern zum Leipziger Thomasorganisten gewählt. Seitdem ist das solistische Orgelspiel in der Thomaskirche zu Gottesdiensten, Konzerten und Motetten des Thomanerchores Leipzig sowie das Basso-continuo-Spiel zu Kantaten, Oratorien und Passionen seine wichtigste Aufgabe. Darüber hinaus führen ihn Konzertreisen regelmäßig in viele Länder Europas, nach Nordamerika und nach Japan.
Ullrich Böhme wird in Jurys bedeutender internationaler Orgelwettbewerbe eingeladen und erhielt 1989 den Kritikerpreis der Leipziger Kulturjournalisten. Er gab den Anstoß zur Restaurierung der großen Sauer-Orgel der Thomaskirche und entwarf das Konzept der neuen Bach-Orgel der Thomaskirche (Einweihung im Bachjahr 2000). Ullrich Böhme unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig und gibt Interpretationskurse im In- und Ausland. 1994 wurde er zum Professor ernannt. Beim bedeutendsten Multimedia- Projekt des Bach-Jahres 2000 „24 hours Bach“ spielte er das Eröffnungskonzert, das live über TV-Stationen und Internet in alle Welt übertragen wurde.
TICKETS
15,00 Euro (ermäßigt 12:00 Euro), Online VVK 12:00 Euro (ermäßigt 10:00 Euro)
Junior 3,00 Euro (ermäßigt 1,00 Euro)
Alle Online VVK-Preise zzgl. Service-Gebühr
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